Das Besserwisserspiel
ist 15!
Die Besserwisser-Novela ist auf über 200!
Die Gewinner der Runde vom
22. April bis 6. Mai 2013
In der Runde ging es um Mutulus. Mutwillig verbreitet Karl S. aus Hamburg seine
Heutige Kalenderblattweisheit:
Kumm, du stummer Mutulus,
Gib der Urschel einen Kuss!
Tust du's nit, o Mutulus,
Macht die Urschel mit dir Schluss.
Ulrike S. aus Graz war ja neugierig darauf, »wie sich 50 Worte in Bild ausnehmen …«, als sie die einschlägige Bildungsaufgabe an M. M. aus abgek. Ang. weiterreichte. (s. →)
Dieser wiederum kontert: »Mitteilnehmerin S. wollte wissen, wie sich 50 Worte in Bild ausnehmen. Ausnahmsweise deshalb ein Bild via ›eingesandt‹ an die Besserwisseretage. An dieses Gremium ergeht auch die Aufforderung, bei Bedarf den Zulieferer eines Bildes für das nächste Mal zu bestimmen (im Bestimmen sind sie ja bekanntlich gut). Dazu gibt es, wie immer erst nach dieser Einleitung gezählt, nachfolgend die 50 Wörter, die gerade noch gefehlt haben:
Spaziergang wieder einmal bei Wäckerlin. Im Quartier mit den Gewerbebauten schaute er sich nach den neusten Wortkreationen um. Er wurde fündig. Wo einst ›Medulla‹ stand, war nun MUTULUS zu lesen. Schon wieder Buchstaben ausgewechselt, war wohl starker Wind, dachte er. Machen die etwa die Schrauben für die Befestigung nicht selber?«
Ahem. Wenn ich da noch zwischendurch anmerken dürfte, meldet sich nach langer Zeit wiedermal der ehem. Hausmeister und jetzige Dipl. Facility Manager (FH) Konrad D. aus seiner vollverglasten FacMan-Unit zu Wort, es handelt sich hier ↗ aber nicht um 50 Worte im Bild sondern um 50 × Wort im Bild.
Bestens im Bild waren zweifellos die Gewinnenden:
Ulrike Schuster |
Das Schweigen der Motorolas. |
Christian Reichetzeder |
Nachdem der norwegische König Geison, der ursprünglich die Römer unterstützte, sich mit Vercingetorix verbündet hatte, sprach ihn G.I. Caesar nur mehr mit »Mutulus« (»Wechselbalg«) an. |
Babette Schmoll |
Rufus Mutulus, gebürtig aus Mátala, studierte überflüssigerweise Motologie. Heute serviert er in Metelen Mitili. So kann's kommen. |
So kann's auch kommen, fragen Sie mal Arno Erich C. aus C.-Rauxel:
»Mit Händen frug ein neuer Stummer
das Amt nach seiner Steuernummer.«
Das Resulat? Zumindest bei Susanne S. aus Großschonach: »Lippenkrampf, auch Knutschkatarrh genannt – sorgt für vorübergehende Ausspracheprobleme à la Titiwu.« In den Augen von Stefan F. aus Färd ist das typisch »für junge Nachteulen, die es morgens nicht aus dem Bett schaffen.«
Bei Mikis E. aus Kastro-Chariklía wirkt es sich nicht minder enervierend aus: »Tinnitus im Auge: ›Wo ich auch hinschaue, ich sehe nur Pfeifen!‹«
Nämliche Pfeifen sind Hansjörg H. aus Therwil BL »auch als ‹Stummer Diener› oder ‹Herrendiener› bekannt.« Jürg B. S. aus Chur regt an, daraus wenigstens eine »Beziehung verschiedener Lebewesen verschiedener Art zu beiderseitigem Nutzen« zu gestalten.
So viel gestalterische Freiheit fehlt natürlich dem Fremdwörterduden:
Mutulus [lat.] der; -, li: Dielenkopf; plattenförmige Verzierung an der Unterseite des Kranzgesimses dorischer Tempel
Nachspielzeit: Besserwisser-Novela, Folge 224
Kunstdirektor Wernère »Dewi« D. berichtet
aus Saarbrücken:
»Das konnte nicht gut gehen. Frau Müller von der Fleischtheke war wieder auf Schicht, als Lenore Becker sich auf der Terrasse des Cafe Malocchio die ersten Sonnenstrahlen nebst einer Latte macchiato angedeihen ließ. Die Beine hatte sie hochgelegt Richtung Bushaltestelle gegenüber, was dort nicht ohne Folgen blieb. Ein Bus nach dem andern fuhr unverrichteterdingens weiter, ohne dass auch nur ein Fahrgast eingestiegen wäre. Die Müll trennende und kontrollierende Suffragettenfraktion vom Rathaus schaute sturzempört aus den Fenstern. Eine hatte vergessen, ihr Gläschen auf dem Schreibtisch zu lassen, und schlürfte angewidert vom Anblick Lenores ihren Crémant, steuerfinanziert.
Derweil lag Fufu im achten Stock auf der Dachterrasse des Evangelischen Krankenhauses, die Beine hoch gelegt, keine Bushaltestelle gegenüber, dafür ein Rundblick über Saarbrücken, der seinesgleichen sucht. Bodo Ballermanns Tritt in Fufus Gemöchtegern brachte jenem eine Kathederanlage ein, die ihm wenigstens gestattete, naja. Wo bleibt denn nur heute die Lenore? Die hat mir doch versprochen, danach den Katheder zurechtzufummeln.
Doch Lenore lag auf der Terrasse des Cafe Malocchio, die Beine Richtung Bushaltestelle gegenüber hochgelegt, den Anblick auf die Gieraffen genießend, und fühlte sich wie Sharon Stone. Für Arme. Den Fufu schenk ich mir heute, dachte sie bei sich. Soll doch die Frau Müller von der Fleischtheke sich um seinen Katheder bemühen. Mutulus. Das muss noch erwähnt werden.
Bleiben Sie dran, wenn es nächste Woche heißt: Was machen eigentlich die Knapsack-Sisters?«
(Was
bisher geschah.)
Außerdem teilt der Kunstdirektor mit:
»Guido Knopps kleines Archäologienotizbüchlein wieder auf:
Ich schaute auf die Uhr. Wo bleiben denn die Häscher wohlgemut? dachte ich bei mir, als das Trio auch schon hinter einem Olivenbaum hervorlugte. Wermutulus, Wehmutulus und Schwermutulus, allesamt Römer, deren Vorfahren schon Dyonis in Bande schlugen, sollten Fletcher entführen und mir ein Lösegeld abtrotzen, das ich umgehend ablehnen würde. So kämen wir mal wieder in die Schlagzeilen. Doch als sie Fletcher gewahrten, nahmen sie ihre Hände in die Füße und verschwanden, bevor ich mich versehen hatte. Und zwar mit den Gnadenmitteln der Heiligen katholischen K … naja, lassen wir das.
Guido Knopps kleines Archäologienotizbüchlein wieder zu.«
So. Jetzt hat der Kunstdirektor Malocchio gebracht. Ob das der Ernst des Lebens gemeint hat?
Und wer hat nun den Bildungsauftrag? Oh-oh – sewinneris: der Herr Lürikmeister, der sich ja nun auch schon das eine und andere Mal als währschafter Bildner erwiesen hat.


